Die Medien können über den Materialversand (Tel.: 0228-98373-213, Email: versand(at)amnesty.de) bestellt werden. Allgemeine Fragen zu audiovisuellen Materialien könnt Ihr an Brigitte Speidel (030-420248-312 oder bspeidel(at)amnesty.de) richten.
Videos und Filme zum Thema Folter
- www.stoptorture.org ( IS 2000, 7 Min. Farbe, englisch)
Dieser kurze Film ist zur Mobilisierung der Amnesty-Mitglieder gedacht. Er mischt Folterszenen aus unterschiedlichen Ländern mit Kurzbeiträgen zur Aktivierung gegen die Folter heute.
- Take a step to stamp out torture (IS 2000, 26 Min., Farbe englisch)
Dieses Video ist im Kern eine Zusammenstellung wie oben - nur viel ausführlicher und umfangreicher - und zum Start der Kampagne vor allem fürs Fernsehen produziert. Dennoch ist es in dieser Form sicher auch für Mitglieder eine reiche Quelle für authentisches Material: Bilder von Folter und Berichte von denjenigen, die sie selbst erfahren mussten.
Videos mit inhaltlicher Schwerpunktsetzung
- Beruf Folterer (Frankreich 1999, 44 Min., Farbe, deutsch)
Der Film geht der Frage nach, "... wie es geschehen kann, dass ein Mensch einen anderen foltert." Folterer aus Frankreich (Algerien-Krieg), Argentinien, Israel und Südafrika geben Auskunft darüber, wie sie zum Folterer gemacht wurden. Sie berichten, was es hieß, "im Namen der Demokratie" zu foltern, "auf Befehl des Staates, dem man fraglos gehorcht", im Dienst des "Reinen", "Guten" gegen die "Barbaren", das "Böse". Gefolterte beschreiben das Leid und die Qual, die man ihnen angetan hat. Einer von ihnen sagt am Ende des Films: "Vergeben kann ich ihnen nur, wenn sie hinter Gittern sind." (Achtung! Im Film wird an einer Stelle gesagt, dass ein israelisches Gericht ausdrücklich bestätigt habe, dass bestimmte Folter in bestimmten Fällen erlaubt sei. Dies war auch so in der Vergangenheit, aber dieses Urteil ist inzwischen wieder aufgehoben worden und stimmt jetzt nicht mehr!)
- Deines Nachbarn Sohn (Dänemark 1982, 65 Min., Farbe, deutsch)
Der selben Fragestellung geht dieser -inzwischen alte- aber immer noch sehenswerte Spiel/Dokumentar-Film über die Ausbildung zum Folterer im faschistischen Griechenland zwischen 1967 und 1974 nach. Michalis Petrou, selbst ehemaliger Folterer, der sich seiner Vergangenheit gestellt hat,, zeigt in diesem Film, wie er hemmungslos zum Quälen bereit war, um dem faschistischen System zu dienen.
- Wir haben noch jeden zum Reden gebracht (Deutschland 1993, 45 Min., Farbe, deutsch)
"Strafen, Erziehen, Einschüchtern - Das Muster ist in allen totalitären Staaten ähnlich." Die ZDF-Dokumentation setzt sich mit der Frage auseinander, warum und unter welchen Bedingungen Menschen zu Folterern werden. Es äußern sich sowohl Psychologen als auch ehemalige Täter und verdeutlichen, dass niemand zum Folterer geboren wird, sondern unter bestimmten Umständen dazu gemacht wird.
- Auf der Spur der Folterer (Deutschland 1995, 30 Min., Farbe, deutsch)
- Die Stimmen der Gefolterten (Deutschland 1995, 56 Min., Farbe, deutsch)
Zwei Fassungen eines Filmberichts über eine Reise mit Amnesty International nach Pakistan. Sie zeigen nicht nur das Leid der Opfer von Menschenrechtsverletzungen, sondern das Engagement, die Sorgfalt und den Einsatz von amnesty international. Der Film strahlt etwas von der Zuver-sicht derer aus, die als MenschenrechtlerInnen etwas gegen das Unrecht tun.
- Folter und ihre Opfer (Deutschland 1998, 25 Min., Farbe, deutsch)
Dies ist ein Film über die Opfer von Folter, ihre Therapie und die Therapeuten, hier des Berliner Rehabilitationszentrums für Folteropfer.
- Narben der Gewalt (Deutschland 1997, 30 Min., Farbe, deutsch)
Flüchtlinge aus Indien, Libanon, Bulgarien, Iran und aus der Türkei, Opfer von Folter in ihren Heimatländern, werden von Caritas Köln psychologisch und sozial betreut. Unter anderem wird gezeigt, dass ein abgelehnter Asylantrag zur Retraumatisierung der Flüchtlinge beiträgt.
- Folter und ihre Folgen (Deutschland 1997, 45 Min. Farbe, deutsch)
Dieser Film dukumentiert Aussagen von fünf Psychologen aus dem Behandlungszentrum für Folteropfer in Berlin. Sie sprechen über ihre Arbeit als Therapeuten, über ihre eigenen Bewältigungsmechanismen im Umgang mit Folteropfern und Erfolgsaussichten ihrer Be-handlung. Ein einfühlsamer Beitrag, der auf voyeuristische Elemente verzichtet.
- ... nicht mehr heimisch in der Welt (Deutschland 1994, 58 Min., Farbe, deutsch)
Eine sehr sachliche und dem Schicksal der betroffenen Menschen angemessene Darstellung unterschiedlicher Therapie-Ansätze für Folteropfer: Körpertherapie, Mal- und Darstellungstherapie, Gespräche.
- Verhaftet, gequält, getötet - Das Berliner Rehabilitationszentrum für Folteropfer (Deutschland 1993, 10 Min., Farbe, deutsch)
Eine Dolumentation über Folteropfer aus Bosnien-Herzegowina, Türkei, Malawi, Indien.
- Trotz allem... (Dänemark 1990, 50 Min., Farbe, deutsch)
Es ist "... ein Film über zwei Menschen, die ins Leben zurückkehren wollen - trotz allem..." Dieser Film ist in Zusammenarbeit mit dem Kopenhagener Rehabilitationszentrum für Folter-opfer entstanden und zeigt die Erfahrungen von einem Mann und einer Frau mit Folter in ihren Heimatländern, aber auch mit den Problemen in ihrer neuen Heimat Dänemark. Die Besonderheit dieses Films liegt darin, dass der Zusammenhang von Menschenrechtsverletzungen im Heimatland, der psychologischen Betreuung und der Asylsituation in Ko-penhagen gleichzeitig im Blick ist.
- Die Narben bluten - ein Leben lang (Deutschland 1993, 45 Min., Farbe, deutsch)
Ein Film über Einzelschicksale von Menschen aus verschiedenen Ländern, Opfer von Folter und Flüchtlinge in einem fremden Land, hier in London (England).
- Die in Dunkelheit und Finsternis saßen... Folgen der Folter (Deutschland 1991, 29 Min., Farbe, deutsch)
Der Film schildert, unter welchen Spätfolgen Gefolterte (hier aus Zaire und Iran) zu leiden haben, wenn sie als Asylbewerber in der Enge eines Auffanglagers zwangsläufig von ihren Erinnerungen eingeholt werden.
- The Hooded Men - Die Männer mit der Kapuze (Kanada 1992, 60 Min. s/w, englisch mit deutschem Transskript)
Ein sehr informativer Film, der sich mit der 'Psychologie der Folter' auseinandersetzt. Gezeigt wird u.a. das 'Milgram Experiment' und andere Formen 'sensorischer Deprivation'. Es wir der Nachweis geführt, dass Folter nicht etwas 'Mittelalterliches' ist, das nur in entsprechend strukturierten Gesellschaften vorkommt, sondern dass es auch "moderne" Formen der Folter gibt und Gesellschaften, die die Notwendigkeit von Folter neu begründen und die auch bereit sind, sie anzuwenden, "wenn es nötig ist".
- Doctors and Torture (England 1996, 50 Min, Farbe, englisch)
Mit diesem Film wird nachgewiesen, dass Ärzte in der Zeit der Militärdiktaturen in Argenti-nien, Brasilien und Uruguay eine unheilvolle Rolle in der Zusammenarbeit mit den Folterern gespielt haben. Dokumentaraufnahmen aus der damaligen Zeit und Interviews mit heute lebenden Opfern machen den Film zu einem eindrucksvollen Zeugnis. Vor allem für Men-schen, die sich mit diesem speziellen Thema auseinandersetzen.
Videos zu einzelnen Ländern
1. Türkei
- Folter in der Türkei - Die Jugendlichen von Manisa (Deutschland 1996, 10 Min., Farbe, deutsch)
16 Jugendliche wurden Ende 1995 unter dem Vorwurf des Terrorismus festgenommen. Zunächst waren sie "verschwunden"; bis ein sozialdemokratischer Abgeordneter sie zufällig auf einer Polizeistation entdeckte. Später kam heraus, dass sie misshandelt und gefoltert wurden, um Geständnisse von ihnen zu erpressen, auf deren Grundlage ihnen der Prozess gemacht werden sollte.
- Foltern und gefoltert werden (Türkei 1989, 40 Min., Farbe, deutsch)
Der Film schildert Folter im Polizeigefängnis von Ankara und zeigt die Arbeit des türkischen Menschenrechtsvereins und einzelner Vertreter. Achtung! Der Film ist inzwischen alt.
- Folter in der Türkei (Deutschland 1992, 7 Min., Farbe, deutsch)
Hierbei handelt es sich um einen Beitrag des Magazins 'Akut', in dem u.a. gezeigt wird, dass ein 20jähriger Mann, der wegen eines Einbruchdiebstahls festgenommen worden war, drei Tage lang im Polizeigefängnis so schwer gefoltert wurde, dass er daran starb. Achtung! Das Video ist alt und inzwischen von schlechter Qualität.
- Es gibt mich noch (Deutschland 1990, 30 Min., Farbe, deutsch)
Ein stiller Dokumentar/Spielfilm, in dem eine Kurdin aus der Türkei erzählt, warum und wie sie gefoltert wurde.
2. Russland
- Die Hölle von Moskau (Deutschland 1999, 29 Min., Farbe, deutsch)
- Jelzins Gulag (Kanada 1997, Farbe, deutsch)
Beide Filme zeigen die unerträgliche Lage von Gefangenen, speziell von Untersuchungs-gefangenen, in Moskau. Unter 'Folter' wird hier nicht in erster Linie die konkrete, persönliche Folter verstanden (obwohl wir erfahren, dass sie auch angewendet wird), sondern vor allem: die schier unerträgliche Überbelegung der Haftanstalten, insbesondere des Untersuchungsgefängnisses 'Butyrka' in Moskau; die langen Jahre der Untersuchungshaft, die der Schwere des Delikts oft in keiner Weise angemessen sind; die Tatsache, dass sich Krankheiten wie Tuberkulose, Aids, Syphilis, Hepathitis B u.a. schnell ausbreiten, aber kaum behandelt werden; dass es kaum Kontakte zu Familien und Anwälten gibt; dass die hygienischen Bedingungen unvorstellbar schlecht sind; dass es kaum etwas zu essen und zu trinken und oft keine Heizung in den kalten Wintern gibt.
Kino- und Fernsehfilme zum Thema Folter
- Folter - made in USA, Arte 2010, Spieldauer: 85 Minuten. -> Video auf YouTube anschauen
- Das geheime Leben der Worte (Originaltitel: The Secret Life of Words), Regie: Isabel Coixet, 2005, Spieldauer: 111 Minuten.
- Standard Operating Procedure, Regie: Errol Morris, 2008, Spieldauer: 116 Minuten.
- Sturm (Storm), Deutschland, Dänemark, Niederlande, 2009, 110 min, Regie: Hans-Christian Schmid, Darsteller: Kerry Fox, Anamaria Marinca, Stephen Dillane, Rolf Lassgård
Amnesty International Filmpreis auf der Berlinale 2009. Der Film (Spielfilm) behandelt die Probleme der Verurteilung bosnischer Kriegsverbrecher vor dem Internationalen Gerichtshof - und den Horror und die Qual, die ein Opfer lebenslang durchmacht, nachdem es die Folter erlebt hat
- The Road to Guantanamo, Regie: Mat Whitecross, Michael Winterbottom, 2006, Spieldauer: 95 Minuten.