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Im allgemeinen versteht man unter Folter eine Handlung, bei der Menschen anderen Menschen physische und/oder psychische Schmerzen zufügen, um einen bestimmten Zweck wie Einschüchterung oder Strafe zu erreichen. Die Gewaltanwendung geht dabei vom Staat aus oder wird zumindest von diesem gebilligt. Amnesty International beruft sich bei der Definition von Folter auf die UN-Konvention gegen die Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung von 1984 .
Hinter Folter steht immer die Verfolgung eines Zwecks, die erklärte Absicht,
Die Folter ist ein Angriff auf die Persönlichkeit und die Menschenwürde des Opfers, der oft ernste und dauerhafte gesundheitliche Schäden hervorruft. Neben den unmittelbaren körperlichen und seelischen Schäden (bis hin zum Tod des Opfers) treten u.a. folgende Symptome auf: Angstzustände, Depressionen, allgemeine Gereiztheit, Scham- und Erniedrigungsgefühle, Gedächtnisschwäche, beeinträchtigte Konzentrationsfähigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Alpträume, heftige Gefühlsschwankungen, körperliche Beeinträchtigungen wie Magenschmerzen oder Atem- und Herzbeschwerden, sexuelle Störungen, Amnesie, Selbstverstümmelungs- und Selbstmordabsichten, soziale Isolierung.
Durch verschiedene Ereignisse ist in jüngster Zeit eine Diskussion entfacht worden, ob man nicht in bestimmten Fällen Folter zulassen sollte. Folter ist jedoch nach eindeutiger Rechtslage auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene absolut verboten. Ein Aufweichen ist in keinem Fall zu rechtfertigen. Dies hat zahlreiche, sehr triftige rechtliche, ethische, praktische und politische Gründe. Diese wurden von unserer Seko im folgenden Dokument zusammengefasst: Argumente gegen Folter
Folter ist nicht nur eine Randerscheinung oder gar Geschichte. Folter ist aktuell, auch heute noch. Im aktuellen Jahresbericht von Amnesty International finden Sie weitere Informationen über die Länder, in denen Menschen gefoltert oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung ausgesetzt werden.
Amnesty International setzt sich für die weltweite Abschaffung der Folter ein. Darüber hinaus wenden wir uns gegen gesetzlich zulässige Strafen wie Auspeitschung und Amputationen, die im Sinne der UN-Konvention keine Folter mehr sind. Mit der Kampagne Für eine Welt frei von Folter, die im Oktober 2000 gestartet ist, setzen wir uns verstärkt für eine Welt OHNE Folter ein. Momentan beschäftigen wir uns vor allem mit der aktuellen Debatte um Folter als Mittel in Kampf gegen den Terrorismus. Wer sich angesprochen fühlt uns dabei zu unterstüzen, ist herzlich willkommen bei uns mitzumachen. Eine weitere Möglichkeit für jeden, sich aktiv für die Menschenrechte und gegen die Folter einzusetzen, ist die Teilnahme an den Eilaktionen von Amnesty International. In der Rubrik Mitmachen stellen wir aktuelle Eilaktionen vor, die das Thema Folter und Misshandlung betreffen.